VCI fordert mehr Klimaschutz im Gebäudebereich

22.07.2014
VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann fordert die Politik auf, zum Erreichen des deutschen Klimaschutzziels besonders die energetische Altbausanierung voranzubringen, zum Beispiel durch eine steuerliche Förderung. Hier liege großer Nachholbedarf und ein hohes Potenzial zur Minderung von Treibhausgasen. Dagegen habe die deutsche Chemie ihre Treibhausgase seit 1990 bereits um fast die Hälfte reduziert.

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat die Politik aufgefordert, die heute von Bundesumweltministerin Hendricks beschriebene Lücke beim deutschen Klimaschutzziel von minus 40 Prozent bis 2020 durch die Förderung von CO2-Einsparungsmaßnahmen besonders im Gebäudebereich zu verringern. VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann sagte: „Die deutsche Chemie hat ihre Treibhausgase seit 1990 fast um die Hälfte (- 47 Prozent) reduziert. Sie wird ihren Beitrag zur CO2-Minderung im Rahmen des europäischen Emissionshandels erbringen. In anderen Bereichen hat Deutschland aber einen großen Nachholbedarf. Deshalb sollten beispielsweise mehr Effizienzmaßnahmen im Gebäudebestand durchgeführt werden.“

2014_0723_KlimaschutzTillmann bachte in dem Zusammenhang eine steuerliche Förderung für die energetische Altbausanierung ins Spiel, die einen wichtigen Beitrag zur Emissionssenkung bis 2020 und darüber hinaus leisten könne. Tillmann sagte: „Das Potenzial zur Minderung von Treibhausgasen im Gebäudebereich in Deutschland ist enorm und größtenteils ungehoben. Jedes Jahr, in dem die Sanierungsrate in Deutschland weiter mit einem Prozent vor sich hindümpelt, ist ein verlorenes Jahr für den Klimaschutz.“ Bund und Länder sollten sich laut Tillmann daher auf eine baldige steuerliche Förderung verständigen, um die Sanierungsrate auf 2 bis 3 Prozent zu heben.

Quelle: VCI
www.vci.de

Bildquelle: Rainer Sturm - pixelio de, VCI