Fonds der Chemischen Industrie fördert Münchner Uni

München, 05.12.2014 - Der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) stellt dem Department Chemie der LMU 54.000 Euro zum Aufbau eines Praktikums „Chemische Biologie“ zur Verfügung. Heute überreichte der Pressesprecher des VCI-LV Bayerns, Kwam Walton, stellvertretend für den FCI symbolisch einen Scheck an die Fakultät.

"Die Aufgaben einer Universität und eines Industrieverbandes unterscheiden sich eklatant, jedoch bestehen zwischen beiden auch wichtige Beziehungen. Die chemische Industrie basiert anders als andere Industrien auf einer Wissenschaft. Gerade in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland, mit vergleichsweise hohen Energie- und Infrastrukturkosten, waren Innovationen für den Erfolg der chemischen Industrie schon immer wichtig. Hochschulforschung mit Weltrang vernetzt mit der industriellen Entwicklung und beides verbunden in einem effizienten Wissenstransfer - das zusammen sichert den Wettbewerbsvorsprung", so Kwam Walton.

Der Fonds der Chemischen Industrie (FCI), das Förderwerk der Branche, hat im Rahmen einer Sondermaßnahme nach 2013 erneut rund 1,1 Millionen Euro für eine bessere Lehre im Chemiestudium an den Universitäten bewilligt. Damit soll die inhaltlich-konzeptionelle Modernisierung der Praktika unterstützt werden.

Aufbau eines Praktikums „Chemische BiologieFestveranstaltung-17

„Das neue Praktikum Chemische Biologie wird unsere Masterstudiengänge Chemie und Biochemie sinnvoll erweitern und bereichern. Wir haben mit der Bekanntgabe des neuen Ergänzungsfaches ein enormes Studierendeninteresse geweckt. Unsere Studierenden können nun mehr praktische Erfahrung in einem zukunftsträchtigen Bereich sammeln“, sagt Professor Thomas Carell, der den Lehrstuhl für Organische Chemie inne hat.

Bisher gab es Vorlesungen in dem Bereich Chemische Biologie in den Masterstudiengängen Chemie und Biochemie, die nun um ein Praktikum mit zehn Semesterwochenstunden ergänzt werden. „Das Praktikumsprogramm kombiniert modernste Methoden der Chemie und Biologie und diese können nun durch die VCI Förderung vielen Studierenden zugänglich gemacht werden“ sagt der Praktikumsgestalter Dr. Markus Müller. Inhaltlich wird dadurch eine Brücke zwischen den beiden Masterstudiengängen geschaffen: Den Studierenden mit Schwerpunkt „Organische Chemie“ wird die Möglichkeit gegeben, moderne Anwendungen der organischen Synthese in der Biologie zu erlernen. Im Biochemie‐Studium erweitern die Studierenden ihr Methodenrepertoire um den Werkzeugkasten der organischen Synthese.

Mit den Fördergeldern des FCI wird das Department Chemie das neue Praktikum mit den notwendigen Geräten wie zum Beispiel einem DNA-Synthesizer ausstatten.

Die Scheckübergabe fand im Rahmen der jährlichen Vergabe der Masterzeugnisse in Chemie und Biochemie sowie der Verleihung der Römer-Stipendien der Dr. Klaus Römer-Stiftung statt.

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