„Und täglich grüßt das Murmeltier“ – Bayerischer Energiedialog reloaded

Wer geglaubt hat, dass mit dem Abschluss des von Ilse Aigner initiierten bayerischen Energiedialogs im Februar 2015 und der Entscheidung für eine weitgehende Erdverkabelung der erforderlichen Leitungen von Nord nach Süd jetzt endlich die Realisierungsphase einer der wichtigsten Grundlagen für eine sichere und bezahlbare Stromversorgung in Bayern begonnen hätte, sieht sich spätestens seit der Neuauflage des bayerischen Energiegipfels durch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am 13. Dezember zutiefst enttäuscht.

Als ob es die umfassenden Diskussionen, Erkenntnisse und Ergebnisse des Aignerschen Energiedialogs und die nachfolgenden Beschlüsse auf Bundes- und Landesebene nie gegeben hätte, wird erneut alles in Frage gestellt, was bis gestern noch als gemeinsames Grundverständnis galt – einschließlich des notwendigen Baus der HGÜ-Leitungen von Nord nach Süd.

Mit dem Abschalten der letzten Kernkraftwerke 2022 werden uns in Bayern 5 GW gesicherte Leistung (Stichwort: Grundlastfähigkeit) und 40 TWh elektrische Arbeit fehlen. Ein entscheidender Baustein, um diese Lücke zu schließen, sind die beschlossenen HGÜ-Leitungen, damit vor allem der im Norden mittlerweile im Überfluss vorhandene Windstrom in die Industriezentren nach Süden transportiert werden kann. Gelingt uns das nicht, werden wir spätestens ab dem Jahr 2025 eine zweite, teurere Preiszone im Süden haben – mit dramatischen Folgen für die energieintensive bayerische Industrie und die dortigen Arbeitsplätze!

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