“Mainzer Erklärung zur Stärkung der Tarifbindung”

Angesichts vielfältiger Versuche der Bundesregierung, sich in die Gestaltung der Arbeitsbedingungen einzumischen – man denke nur an Mindestlohn, Zeitarbeit, Werkverträge oder das Entgeltgleichheitsgesetz – vertreten wir seit jeher den Standpunkt, dass hier die sachnäheren Tarifvertragsparteien absoluten Vorrang haben müssen und Regelungen durch den praxisfernen Gesetzgeber immer nur “zweite Wahl” sein können.

Die am 25.11.2016 von BAVC-Präsidentin Margret Suckale und dem IG BCE-Vorsitzenden Michael Vassiliadis unterzeichnete „Mainzer Erklärung zur Stärkung der Tarifbindung“ bezieht hier für die chemische Industrie nochmals eindeutig Stellung. BAVC und IG BCE bekennen sich unverändert zum Flächentarif und dem Ziel einer hohen Tarifbindung. Anlässlich der Unterzeichnung erklärte der IG BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis:
„Die Gestaltung der Arbeitswelt ist in erster Linie Aufgabe der Sozialpartner. Das beste Instrument hierfür ist der flexible Flächentarif. Er sorgt für sozialen Frieden und setzt anerkannte Standards für eine gesamte Branche“.

BAVC-Präsidentin Margret Suckale unterstrich: „Wenn der Gesetzgeber eingreift, müssen Freiräume für die Tarifpartner verankert werden. Aufgabe der Sozialpartner ist es, diese Spielräu­me konstruktiv zu nutzen und ihren Gestaltungsanspruch mit innovativen Tarifverträgen zu untermauern.“

Die Chemie-Sozialpartnerschaft und ihre nachhaltige, innovative Tarifpolitik mit flexiblen Flächentarifen gehören zum Fortschrittlichsten, was der Tarifsektor zu bieten hat. Beide haben dazu beigetragen, Krisen zu überwinden, im internationalen Wettbewerb zu bestehen und neue gesellschaftliche Herausforderungen erfolgreich anzunehmen. Ihnen gehört die Zukunft.

Die “Mainzer Erklärung” finden Sie auch bei unseren  Themen-und-Positionen - Sozialpolitik

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