Mitgliederversammlung 2011 – Energiewende sorgt für Verunsicherung

Dr. Rudolf Staudigl - Vorsitzender des Vorstands

Dr. Rudolf Staudigl - Vorsitzender des Vorstands

Dr. Rudolf Staudigl: "Zu den Bereichen, die uns verunsichern, gehört die Energiewende in Deutschland. Denn das Thema Energie steht auf der Rangliste unserer Sorgenpunkte ganz oben und die abrupt vollzogene Kehrtwende ist für uns von gravierender Bedeutung. Und – sie verunsichert.
Die chemische Industrie hat den absolut höchsten Energiebedarf aller industriellen Branchen in Deutschland. Mit einem Strombedarf von rund 50 Mrd. Kilowattstunden, das sind 20 Prozent des Verbrauches des produzierenden Gewerbes und 110 Mrd. Kilowattstunden Erdgas, das sind rund 13 Prozent des Gesamterdgasverbrauchs in Deutschland ist die chemische Industrie Spitzenreiter. Der Anteil in Bayern beträgt ca. 12 bis 14 Prozent. Schon jetzt haben wir im Lande beim Strom im internationalen Vergleich mit die höchste Kostenbelastung.
Wir sehen auch Chancen bei der Umstrukturierung der Energieträger, es können Bereiche der bayerischen chemischen Industrie dabei partizipieren. Aber - und dies muss immer auch im gleichen Atemzug genannt werden - es gibt ganz gravierende Risiken, wie die Versorgungssicherheit und die Energiekostensteigerungen. Damit drohen Arbeitsplatzverluste als Folge von reduzierten oder eingestellten Investitionen."

Download:

Mitgliederversammlung der Bayerischen Chemieverbände – Bericht des Vorsitzenden der Bayerischen Chemieverbände Herrn Dr. Rudolf Staudigl (pdf - 33 KByte)