Brexit reloaded? – die USA haben gewählt.

Noch ist es sicher zu früh, um eine Bewertung darüber abzugeben, was – entgegen aller jüngsten Prognosen – in den USA mit der Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten gerade passiert ist und noch passieren wird.

Die politische Verunsicherung darüber, wohin die USA unter einem neuen Präsidenten Trump mit einer republikanischen Mehrheit, sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus, steuern wird, ist groß.

Nimmt man die im Wahlkampf gemachten nationalistischen und protektionistischen Äußerungen für bare Münze, so brechen für die transatlantische Partnerschaft zwischen den USA und Europa und eine dringend notwendige verlässliche gemeinsame Wirtschafts-, Handels- und Klimapolitik schwere Zeiten an. Hinzu kommen gesellschaftspolitische und auch sicherheitspolitische Fragestellungen, die in ihrer Tragweite für die Weltgemeinschaft noch gar nicht absehbar sind.

Die USA sind der wichtigste Handelspartner für unsere exportorientierte Industrie und ein bedeutender Produktionsstandort für unsere Unternehmen im Rahmen ihrer globalen Wettbewerbsstrategie.

Es bleibt daher nur zu hoffen, dass die USA, nach einem in seiner Art noch nie dagewesenen Wahlkampf, auch unter ihrer neuen Führung an die engen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen mit Europa und Deutschland anknüpfen und – schon aus eigenem Interesse – ein deutliches Zeichen gegen Abschottung und für einen offenen Welthandel setzen.

Falls nicht, hätten die radikalen Pläne Trumps zu „America first“ weit schlimmere Folgen für die globale Wirtschaft, als es ein „Brexit“ jemals haben könnte.

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