A94 – es ist soweit

Das 33 Kilometer lange Teilstück der A94 zwischen Pastetten und Heldenstein wurde am 30. September offiziell eröffnet. Das Bayerische Chemiedreieck ist als wichtiger Wirtschaftsstandort damit endlich an das deutsche Autobahnnetz und die Metropole München angebunden. Die Bayerischen Chemieverbände freuen sich über diese seit Jahrzehnten geplante Infrastrukturerweiterung.

Im Bayerischen Chemiedreieck, nahe der österreichischen Grenze, erwirtschaften rund 20 Chemieunternehmen mit etwa 20.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von über 10 Mrd. Euro und zeichnen sich für rund 4 Mrd. Euro Investitionen in den letzten Jahren verantwortlich. Für sie sind die Straßen und Schienenwege ein zentraler Standortfaktor, denn die Chemieindustrie hat riesige Gütermengen zu befördern. Seit langem waren Straßen und Bahnstrecken allerdings völlig überlastet.

Jahrzehnte nach dem Beginn der Planungen können nun endlich Autos und Lastwagen auf der A94 zwischen München und Burghausen rollen. Die zukünftige Gesamtlänge der vierstreifigen BAB A94 beträgt insgesamt rund 150 km und verbindet die Bundesautobahnen A99 bei München und A3 bei Passau. Dadurch soll die zweistreifige, unfallträchtige Bundesstraße B12 vom Fernverkehr entlastet werden. Insgesamt sind 117 der rund 150 Kilometern der A94 zwischen München und Pocking fertiggestellt. Weitere Teilstücke östlich von Mühldorf befinden sich ebenfalls im Bau.

Damit haben wir als Bayerische Chemieverbände zusammen mit unseren Mitgliedsunternehmen und dem ChemDelta Bavaria zumindest schon einmal einen erfreulichen Teilerfolg für die Standortpolitik und Standortsicherung erzielt. Seit Jahren setzen wir uns gemeinsam auf vielen Ebenen für die durchgängige A94 ein.

Nun gilt es noch das wichtige Gesamtprojekt der Ausbaustrecke 38 (ABS 38) rasch umzusetzen. Dieses beinhaltet den zweigleisigen Ausbau und die Elektrifizierung der Zugstrecke von München über Mühldorf in Richtung Burghausen beziehungsweise Freilassing, eine Gesamtlänge von 141 Kilometern. Die Bahnstrecke von Burghausen über Mühldorf nach München wird hierbei zweigleisig ausgebaut, und es muss von Diesel- auf Elektroloks umgestellt werden. Beide Maßnahmen sind im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 auch vorgesehen und gehören zum „vordringlichen Bedarf“. Auch die Elektrifizierung der Strecke zwischen Tüßling und Freilassing, die westlich von Burghausen in Richtung Salzburg abzweigt, brächte viele Vorteile.

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