Positionen und Forderungen der Chemie-Organisationen Bildung, Forschung und Innovation

16.01.2013
Die chemische Industrie hat eine große Bedeutung für die deutsche Wirtschaft. Sie gehört zu den größten Industriezweigen und nimmt eine zentrale Position im globalen Wettbewerb auf wichtigen Zukunftsmärkten ein. Mit fast 17 Prozent der gesamten F+E-Aufwendungen der deutschen Industrie im Jahr 2011 und einer leistungsstarken und wettbewerbsfähigen Grundlagenforschung ist sie einer der wichtigsten Impulsgeber für Innovationen in praktisch allen Wertschöpfungsketten. Grundvoraussetzungen für Innovationen sind Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Die Chemie-Organisationen aus Wissenschaft und Wirtschaft haben ihre gemeinsamen Positionen zu Bildung, Forschung und Innovation aktuell in einem neuen Flyer veröffentlicht.

Forderungen der Chemie

Die Kernforderungen der Chemie-Organisationen lauten wie folgt:

– Steigerung der Investitionen in Bildung, Wissenschaft und Forschung
– Sicherstellung innovationsfördernder Infrastruktur
– Abbau und Vermeidung von Regulierungen, die Forschung und Innovationen hemmen

Bildungs- und Hochschulpolitik

Die Schwerpunkte im Bereich Bildungs- und Hochschulpolitik im Überblick:

– Sicherung der Finanzierung der Zukunftsinvestitionen in Bildung und Forschung sowie der effizienten Verwendung dieser Mittel
– Stärkung der Qualität und des Wettbewerbs im schulischen Bereich
– Verbesserung der Rahmenbedingungen für die berufliche Bildung
– Weiterentwicklung der Bachelor- und Master-Studiengänge
– Sicherung des Hochschullehrernachwuchses

Forschungs- und Innovationspolitik

Im Bereich der Forschungs- und Innovationspolitik sehen die Chemie-Organisationen folgende Schwerpunkte:

– Steigerung der Qualität und Effizienz aller mit öffentlichen Mitteln finanzierten Forschungs­förderinstrumente
– Verbesserung des Technologietransfers
– Gewinnung hochqualifizierter inländischer und ausländischer Studierender, Forscher und Hochschullehrer
– Abbau von Innovationshemmnissen

Diese Forderungen für die Handlungsfelder „Bildungs- und Hochschulpolitik” sowie „Forschungs- und Innovationspolitik” werden im Positionspapier jeweils detailliert aufgegliedert und konkretisiert.

Beteiligte Organisationen

Folgende Organisationen haben sich an der Erarbeitung des gemeinsamen Papiers beteiligt: Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC), Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie (DBG), Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA), Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM), Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie,
Energie (IG BCE), Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der Chemischen Industrie (VAA) und der Verband der Chemischen Industrie (VCI).