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11. März 2026Bioökonomie als Wirtschaftsfaktor: Pragmatische Einstiege und Förderprogramme für den Mittelstand
Mehr Wertschöpfung durch Bioökonomie: Impulse, Förderung und Praxis aus Bayern
Die Bioökonomie entwickelt sich zunehmend zu einem relevanten Innovations- und Wettbewerbsfaktor für den industriellen Mittelstand. Und der Einstieg loht sich gerade jetzt, denn Förderprogramme geben Rückenwind. Das zeigte die gemeinsame Veranstaltung der Bayerischen Chemieverbände mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium, der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie (DIB), dem VCI und dem Chemie‑Cluster Bayern am 10. März. Die starke Resonanz machte deutlich, wie groß der Bedarf an Austausch, geeigneter Förderung und praxisnahen Einstiegen derzeit ist.
Biobasierte Innovationen werden zum strategischen Thema
In seiner Keynote machte Michael Duetsch vom Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern klar, dass biobasierte Rohstoffe, Verfahren und biotechnologische Ansätze längst kein Nischensegment mehr sind. Sie eröffnen strategische Chancen für Wertschöpfung, Resilienz und Klimaschutz und können ein relevanter Baustein für die industrielle Transformation kleiner und mittlerer Unternehmen werden. Besonders in Bayern, wo ein innovationsstarker Mittelstand auf eine leistungsfähige Forschungslandschaft trifft, entstehen derzeit wichtige Impulse für skalierbare Anwendungen.
Förderprogramme geben Rückenwind – auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene
Im Förderblock zeigten Max Kroymann (BMWK), Philipp Brodbeck und Christian Geltinger (StMWi), welche Instrumente Unternehmen derzeit nutzen können – von technologieoffenen Programmen für Forschung & Entwicklung bis hin zu Investitionsförderungen und Infrastrukturangeboten. Dabei wurde deutlich:
Der Markteintritt in die Bioökonomie ist heute leichter denn je – vorausgesetzt, Unternehmen kennen die richtigen Programme und kombinieren sie strategisch.
Grundlagen hierfür bot das Programm der Veranstaltung, das von Einstiegsmöglichkeiten bis zu konkreten KMU‑Förderinstrumenten reichte.
Praxisbeispiele zeigen: Der Einstieg ist machbar
Besonders wertvoll waren die Beiträge aus Unternehmen, die den Weg in die Bioökonomie bereits gegangen sind. Vertreterinnen und Vertreter von BioCampus Straubing GmbH, Insempra GmbH, OxFA GmbH und Rudolf Group zeigten, wie biobasierte Prozesse heute in der industriellen Realität aussehen – und welche Faktoren über Erfolg oder Misserfolg entscheiden
Ihre Botschaft war klar: Mit den richtigen Technologien, frühzeitiger Förderung und unternehmerischer Entschlossenheit lässt sich der Wandel wirtschaftlich gestalten.
Vernetzung als Schlüssel für erfolgreiche Transformation
Im abschließenden Networking zeigte sich, wie wichtig der Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Förderinstitutionen ist. Nur wenn alle Akteure eng zusammenarbeiten, können Technologien schneller in Anwendungen gebracht und Wertschöpfung regional gesichert werden. Für die chemische Industrie bleibt die Bioökonomie daher ein strategisches Zukunftsthema, das wir auch weiterhin aktiv begleiten und in den politischen Dialog einbringen.
Bilder: Bayerische Chemieverbände
