Zwei Sieger im bayerischen RC-Wettbewerb 2018

Zwei Projektbeiträge setzen sich unter neun Einreichungen als Sieger durch.

Umweltfreundliche Kälteerzeugung mit natürlichen Kältemitteln und Polysilicium für die Photovoltaik – Roche und Wacker überzeugen gleichermaßen die Jury im Responsible-Care-Wettbewerb 2018 des VCI-LV Bayern

Im Rahmen der Mitgliederversammlung der Bayerischen Chemieverbände am 17.07.2018 in München ehrte der Vorsitzende des Vorstands, Dr. Günter von Au, alle Projekteinreichungen von VCI-Mitgliedsunternehmen, die sich der RC-Jury in Bayern präsentiert haben.

Der diesjährige RC-Wettbewerb fand dabei unter dem Motto „Unser Beitrag zu den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung“ statt. Dass die chemisch-pharmazeutische Industrie hier mit eindrucksvollen Beispielen aufwarten kann, wurde in insgesamt neun Projekteinreichungen zum Wettbewerb deutlich.

Kein Wunder, dass die unabhängige RC-Jury bei der Bewertung alle Mühe hatte – in einem Kopf-an-Kopf-Rennen wurden dieses Jahr deshalb ausnahmsweise zwei bayerische Sieger geehrt: die Roche Diagnostics GmbH am Standort Penzberg sowie die Wacker Chemie AG.

 

Siegerprojekte des bayerischen RC-Wettbewerbs 2018

 

Mit dem Projekt

Umweltfreundliche Kälteerzeugung – Umstellung der Kälteanlagen auf natürliche Kältemittel

konnte die Roche Diagnostics GmbH in Penzberg die Jury überzeugen: Sehr frühzeitig und weit vor Einführung regulatorischer Auflagen ist Roche aus der Verwendung halogenierter Kältemittel ausgestiegen und hat hierbei durch eigene Entwicklungsarbeit neue Maßstäbe in der Kältetechnik gesetzt.

Die Wacker Chemie AG wurde mit dem Projekt

WACKER-Polysilicium für die Photovoltaik – Energie aus erneuerbaren Quellen – unser Beitrag zu den SDGs Nummer 7 und 13

ausgezeichnet. Die Jury hob dabei die jahrzehntelange Entwicklungsarbeit von Wacker mit Silizium hervor, die einen unerschöpflichen Rohstoff zugänglich gemacht hat, der wesentlich zum Durchbruch erst der Informationstechnologie und dann der Solarenergie beigetragen hat.

„Die Jury befand Qualität und Kreativität der originären Idee beider Projekte für brillant – sowohl die Firmengeschichte Wackers mit der Erschließung von reinstem Silizium als Rohstoff für die Solarenergieerzeugung als auch die eigeninitiierte Entwicklungsarbeit von Roche, die neue Maßstäbe in der klimafreundlichen Kältetechnik setzen, sind Leuchtturm-Beiträge unserer Branche für eine nachhaltige Entwicklung“, so Dr. von Au über die Siegerprojekte.

Zum besten Beitrag aus dem Mittelstand hat die Fachjury das Projekt der Rudolf GmbH gekürt, die durch ein besonders ressourceneffizientes Design ihrer neuen Abluftreinigungsanlage überzeugen konnte.

Die Siegerprojekte von Wacker und Roche sowie das Mittelstandsprojekt von Rudolf gehen nun alle drei im Responsible-Care-Bundeswettbewerb an den Start. Der RC-Bundessieger wird im Rahmen der VCI-Mitgliederversammlung am 27.09.2018 in Ludwigshafen geehrt werden.

 

Die unabhängige Fachjury bestand aus

  • Dr. Michael Schwake, stellvertretender Abteilungsleiter Umwelttechnik bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück,
  • Prof. Dr. Markus Vogt, Inhaber des Lehrstuhls für Christliche Sozialethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München,
  • Dr. Reinhard Zeitler, stellvertretender Leiter des Referats für Bio- und Gentechnik, Umweltchemikalien im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz in München.

Die diesjährige RC-Jury nach deren Sitzung am 19. April 2018 im Chemieverbandshaus: v.l. Dr. Michael Schwake, Prof. Dr. Markus Vogt und Dr. Reinhard Zeitler

 

Die Juroren hatten dabei keine leichte Aufgabe: Alle neun Projektbeiträge wurden als Beispielprojekte für besonders verantwortungsbewusstes Handeln bewertet und im Rahmen der Mitgliederversammlung der Bayerischen Chemieverbände geehrt.

Ehrung aller bayerischen Teilnehmer am RC-Wettbewerb im Rahmen der Mitgliederversammlung 2018 der Bayerischen Chemieverbände

 

Die weiteren eingereichten Projekte im Überblick:

Die Clariant Produkte Deutschland GmbH leistet mit dem Projekt „Innovative Entwässerungstechnologie für Sedimente mit ökologischen und ökonomischen Vorteilen“ einen großen Beitrag zur Umweltsanierung. Flüssige, anorganische Schlämme können dabei zu trockenen Sedimenten mit einem hohen Feststoffgehalt umgewandelt werden.

Gleich mit zwei Projekten ging die InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG an den Start. Während einerseits „Mit offenen Karten - Auf gute Nachbarschaft“ der proaktive und transparente Austausch mit der Nachbarschaft gepflegt wird, zeigt ein „Neues Wassermanagement im Kühl- und Regenwasserkanal“, wie Chemieparks als hocheffiziente Verbundstandorte sicher und zukunftsfähig betrieben werden können.

 

Mit “Rethinking Mobility” wird bei der MSD Sharp & Dohme GmbH Mobilität nicht nur in einem langfristigen und strategischen Gesamtkonzept neu gedacht. Durch ein ausgefeiltes Kommunikationskonzept werden auch Mitarbeiter eingebunden und zum Klimaschutz motiviert.

 

Als erster Mineralölkonzern in Deutschland ist die OMV Deutschland GmbH mit einem eigenen Mehrwegbecher-System für Kaffee-to-go neue Wege gegangen – und verankert dabei auf clevere Art den Gedanken der Ressourcenschonung in der Gesellschaft.

 

Das zweite Projekt der Roche Diagnostics GmbH „Neubau "Truck Gate" Werk Penzberg“ zeigt, dass nachhaltige Bauweise im industriellen Umfeld nicht nur funktioniert, sondern auch mit gelungener Ästhetik möglich ist.

Eine Beschreibung aller eingereichten Projekte im Rahmen des Responsible-Care-Landeswettbewerbs 2018 sowie die jeweiligen Statements der Fachjury sind in unserem aktuellen Flyer zusammengefasst: RC-Flyer

Zeitungsartikel - Quelle: Burghauser Anzeiger, Autor: Dr. Deubelli

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