Energie: Appell an die Politik

Nicht den Ast absägen, auf dem wir sitzen

Erstellt von "Artikel 21. März 2019 - Passauer Neue Presse"

Zu den Sorgen um die Entwicklung im Energiesektor und bei den Strompreisen betonte Dr. Staudigl: Zu befürchten sei wohl, dass die Strompreise in Deutschland deutlich nach oben gehen werden. Das sei als Folge des Ausstiegs aus der Atomenergie und der Kohleverstromung vermutlich unausweichlich. Entscheidend werde dabei sein, ob und inwieweit die Politik bereit ist, die Industrie von den entstehenden Zusatzkosten zu entlasten.

Dr. Staudigl wörtlich: "Ich habe dazu eine klare Botschaft: Die Stromkosten für die energieintensiven Unternehmen hierzulande dürfen nicht weiter steigen. Ganz im Gegenteil: Sie müssen zurückgehen. Sonst ist eine international wettbewerbsfähige Produktion in Deutschland schon bald nicht mehr möglich."

"So richtig die Energiewende und der Klimaschutz langfristig auch sind: Ich warne davor, den Ast abzusägen, auf dem wir sitzen. Deutschlands starke industrielle Basis ist der wichtigste Garant unseres Wohlstandes und unserer Arbeitsplätze. Und ohne Wohlstand und Arbeitsplätze sind auch Energiewende und Klimaschutz nicht zu finanzieren. Ich habe den Eindruck, dass dieser Zusammenhang vielen Menschen hierzulande nicht in ausreichendem Maße bewusst ist."

"Gerade die Chemie ist eine unserer wichtigsten Schlüssel- und Querschnittsindustrien. Wir sollten sie nicht aus Deutschland vertreiben. Wenn wir in der Energiepolitik aus Übereifer das Kind mit dem Bade ausschütten, dann werden wir hierzulande über kurz oder lang Verwerfungen erleben, die sich niemand wünschen kann."

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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