
EU-Methanverordnung im Faktencheck: Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Umsetzbarkeit
20. Oktober 2026Bayerische Chemieverbände auf dem CSU-Parteitag | Mission Substanzerhalt
Die Bayerischen Chemieverbände haben auf der Wirtschaftsausstellung des CSU-Parteitags 2026 ihre Positionen zur Zukunft des Industriestandorts Deutschland vorgestellt. Im Mittelpunkt standen Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen, Energiepreise, Transformation und Bürokratieabbau.
Bayerische Chemieverbände auf dem CSU-Parteitag: Industrielle Substanz erhalten und erneuern. Zukunft ermöglichen.
Zwei intensive Tage voller Gespräche, Begegnungen und wirtschaftspolitischer Impulse liegen hinter uns: Auf der Wirtschaftsausstellung des CSU-Parteitags am 23./24.10.2026 standen die Bayerischen Chemieverbände mit zahlreichen Delegierten, politischen Entscheidungsträgern sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft im Austausch.
Im Mittelpunkt stand unsere #MissionSubstanzerhalt. Denn Industrie ist weit mehr als Wirtschaftsleistung und Beschäftigung. Sie schafft die Grundlage für Wohlstand, Versorgungssicherheit, Innovation, gesellschaftliche Stabilität und politische Handlungsfähigkeit. Wo industrielle Substanz verloren geht, geraten nicht nur Wertschöpfung und Arbeitsplätze unter Druck, sondern auch Zukunfts- und Gestaltungschancen. Deshalb gilt es, industriele Substanz zu erhalten, zu stärken und den bestmöglichen Rahmen für eine zukunftsfeste Erneuerung zu schaffen.
Wettbewerbsfähigkeit wieder zur Staatsräson machen
In vielen Gesprächen wurde deutlich: Der Industriestandort Deutschland leidet unter strukturellen Standortnachteilen. Hohe Energiekosten, steigende Sozialabgaben, lange Verfahren, zunehmende Regulierung und mangelnde steuerliche Wettbewerbsfähigkeit bremsen Investitionen und gefährden industrielle Wertschöpfung. Wettbewerbsfähigkeit ist dabei kein Partikularinteresse einzelner Branchen, sondern Voraussetzung für Wohlstand, soziale Sicherungssysteme, Innovation und nachhaltiges Wachstum.
Transformation braucht Investitionsanreize statt Belastungen
Ein zentrales Thema war die Frage, wie Transformation und industrielle Stärke gemeinsam gelingen können. Wettbewerbsfähige Energiepreise, ein wirksamer Carbon-Leakage-Schutz im europäischen Emissionshandel, der Ausbau von Strom- und Wasserstoffinfrastruktur sowie verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen sind entscheidende Voraussetzungen dafür, dass industrielle Wertschöpfung und Transformation am Standort Deutschland gelingen können. Transformation darf keinesfalls den Verlust industrieller Substanz bedeuten, sondern muss wirtschaftlich tragfähig sein und Zukunft ermöglichen.
Europa neu ausrichten, Regulierung zurückbauen
Großes Interesse bestand auch an der Frage, wie Europa wieder stärker zu einem Motor für Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen werden kann. Von REACH über PFAS bis hin zur Kommunalabwasserrichtlinie, den nicht umsetzbaren Importanforderungen der EU-Methanverordnung, Genehmigungsverfahren und überbordenden Berichtspflichten wurde deutlich, wie stark Unternehmen unter regulatorischer Übersteuerung leiden. Europa muss sich wieder stärker auf Wettbewerbsfähigkeit, Binnenmarkt, Innovation, Sicherheit und technologische Souveränität konzentrieren. Dazu gehört auch der konsequente Abbau überbordender Regulierung.
Die chemisch-pharmazeutische Industrie als Teil der Lösung
Die chemisch-pharmazeutische Industrie liefert die Innovationen für Gesundheit, Energie, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und zahlreiche weitere Zukunftstechnologien. Um diese Rolle weiterhin erfüllen zu können, braucht sie Rahmenbedingungen, die Fortschritt ermöglichen, Investitionen fördern und industrielle Wertschöpfung am Standort halten.
Wir bedanken uns herzlich für die vielen konstruktiven Gespräche und das große Interesse an unserer #MissionSubstanzerhalt.
Unsere Botschaft bleibt klar: Industrielle Stärke darf nicht als Selbstverständlichkeit betrachtet werden. Erneuerung braucht Substanz. Fortschritt braucht Wettbewerbsfähigkeit. Zukunft braucht Industrie.
Nachfolgend finden Sie einige Impressionen:
Fotos © Foto Winkler/Bayerische Chemieverbände
