Vertrauen in Medikamente gerechtfertigt!

Arzneimittel auf dem deutschen Markt sind sicher

Vor dem Hintergrund des ARD Themenabends "Gefährliche Medikamente" hat das Meinungsforschungsinstitut INSA im Auftrag des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) eine Umfrage durchgeführt:

Fast 90 Prozent der Patienten in Deutschland sind überzeugt: Ihre Medikamente sind wirksam, sicher und qualitativ hochwertig.

„Das Vertrauen der Menschen in Arzneimittel ist gerechtfertigt“, so Dr. Norbert Gerbsch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BPI.

„Unsere Produkte durchlaufen engmaschige Kontrollen. Jeder Schritt in der Herstellungs- und Lieferkette, von Wirkstoffproduktion bis zur Verpackung wird überwacht. Und die Anforderungen an die Sicherheit steigen ständig.“

Der geschützte Weg des Medikaments zum Patienten führt über Kontrollen der Zulieferer, der Großhändler im In- und Ausland und der Importeure.

 

 

12 Fakten über Medikamente, die Sie garantiert noch nicht wussten

Wussten Sie, dass Arzneimittelverpackungen mit Echtheitsmerkmalen wie UV-Farben, oder DNA-haltige Farbstoffe gesichert werden?

Diese Fakten über Arzneimittel zeigen, dass die Pharmaindustrie alles tut, um Fälschungen aus der legalen Lieferkette herauszuhalten:

  1. Im vergangenen Jahr hat es gerade einmal 14 Verdachtsmeldungen zu Arzneimittel-Manipulationen beziehungsweise -fälschungen gegeben. Davon hat sich kein Verdachtsfall bestätigt.
  2. Die tägliche Anwendung eines Arzneimittels wird kontinuierlich überwacht. Unternehmen müssen regelmäßig Sicherheitsberichte bei den Zulassungsbehörden vorlegen. Ändert sich die Risikoeinschätzung eines Medikaments, werden kurzfristig Maßnahmen ergriffen und etwa Indikationen eingeschränkt oder besondere Überwachungsmaßnahmen angeordnet.
  3. Es gibt wenige Branchen, in denen die Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität eines Produktes so engmaschig überwacht wird, wie die Arzneimittelbranche. Dafür sorgen Gesetze, aber auch die Pharmaindustrie selber.
  4. Jede eingehende Zulieferung von Vorprodukten, Wirkstoffen, Hilfsstoffen oder Fertigarzneimitteln von dem Pharma-Unternehmen wird auf Echtheit und Qualität geprüft, bevor diese zu einem Arzneimittel zusammengeführt werden
  5. Die gesamte Lieferkette, von Wirkstoffproduktion bis hin zur Verpackung wird überprüft Dazu sind die Unternehmen verpflichtet. Alle Prüfergebnisse werden archiviert und bei Kontrollen den Behörden vorgelegt.
  6. Pharma-Unternehmen statten ihre Arzneimittelverpackungen mit Echtheitsmerkmalen aus. Das kann durch UV-Farben, DNA-haltige Farbstoffe, Hologramme, Mikroschriften oder changierende Elemente geschehen.
  7. Ab Februar 2019 müssen alle Packungen in der EU so beschaffen sein, dass sie nicht unbemerkt geöffnet werden können. Bei etwa starken Schmerzmitteln ist das unerlaubte Öffnen schon heute nicht möglich.
  8. Im Beipackzettel eines Medikaments steht, woher es stammt. Jeder Patient soll wissen, woher sein Arzneimittel kommt.
  9. Zukünftig geht ein Alarm los, wenn in der Apotheke ein falsches Medikament auftaucht. Ab Februar 2019 tragen nämlich alle verschreibungspflichtigen Medikamente einen Data Matrix Code, damit in der Apotheke per Scan direkt die Echtheit geprüft werden kann. Die Initiative securPharm testet derzeit das System in mehreren hundert Präsenz-Apotheken.
  10. Alle Beteiligten in der Arzneimittelversorgung gehen gemeinsam gegen Fälscher vor! Pharma-Unternehmen, Großhandel, Apotheken und Behörden haben sich dafür untereinander vernetzt, damit kein Fälscher durchs Netz geht.
  11. Zwielichtige Internetapotheken sind potentielle Quellen für Fälschungen. Händler, die Ihnen ein verschreibungspflichtiges Medikament ohne Rezept anbieten, schieben Ihnen sehr wahrscheinlich eine Fälschung unter.
  12. Apotheken ziehen mehr als sechs Millionen Stichproben pro Jahr, um die Qualität der Arzneimittel in der Offizin zu überprüfen.

Das Vertrauen der Patienten spiegelt sich auch in der Frage nach der Angst vor Fälschungen wider

So gaben 89 Prozent der Befragten an, keine Angst vor Fälschungen beim Kauf von Medikamenten in einer ortsansässigen Apotheke zu haben, bei offiziellen Internetapotheken waren es 63 Prozent. Im Gegensatz dazu steht das Vertrauen zu unseriösen Internetversandhändlern: Nur 36 Prozent fürchten sich nicht vor Fälschungen beim Medikamentenkauf über solche Händler. Dieses Verhältnis bestätigte sich auch im Kaufverhalten der Befragten. 89 Prozent kaufen ihre Arzneimittel in der Apotheke vor Ort, 41 Prozent bei einer Internetapotheke und nur 6 Prozent bei Internetversandhändlern. (In dieser Kategorie waren Mehrfachnennungen möglich, daher ist die Summe größer als 100 Prozent.)

„Die Deutschen wissen, dass sie Arzneimitteln der Pharmaindustrie vertrauen können und wo Fälschungen von Kriminellen lauern“, so Gerbsch. „In der legalen Lieferkette gelten hohe Sicherheitsstandards. Das gilt beim Erwerb von Medikamenten aus einer Apotheke vor Ort oder einer offiziellen Internetapotheke.“ Letztere können über das Versandhandels-Register des Deutschen Instituts für Medizinische Information und Dokumentation (DIMDI) identifiziert und mit dem EU-Sicherheitslogo geprüft werden.  Von dubiosen Internetversandhändlern sollte man dagegen dringend die Finger lassen.

 

Mehr Informationen zur Arzneimittelsicherheit finden Sie auf den Seiten des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie und des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller.

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